Ein ganz wesentlicher Baustein für eine gelungene Baufinanzierung ist der Bausparvertrag. Dabei handelt es sich um eine bestimmte Ansparform, die vom Staat gefördert wird. Mit der Bausparprämie, die jährlich gezahlt und zusätzlich verzinst wird, lässt sich der Bausparvertrag über mehrere Jahre hinweg leicht um einige tausend Euro aufstocken.
Rechtzeitig vor Baubeginn muss der Bauherr die Zuteilung des Bausparvertrages förmlich beantragen.
Und in diesem Stadium kann es zu kleineren oder auch größeren Problemen kommen, weil der genaue Zuteilungszeitpunkt nicht garantiert ist. Er steht zwar in Aussicht, aber wann genau der Bausparvertrag verfügbar ist, steht nicht fest. Da von der Verfügbarkeit des Bausparvertrages aber die damit verbundene Inanspruchnahme des ebenfalls eingeplanten Bauspardarlehens abhängt, ebenso wie der letztendliche Baubeginn, kann es durchaus zu Zeitverzögerungen kommen. Das eine ist vom anderen abhängig, ohne das eine kann mit dem anderen nicht begonnen werden. Ein absehbarer Zeitraum ist in der Regel zu überbrücken, er sollte aber nicht zu lang sein. Denn dann muss vom Bauherrn entschieden werden, dass mit dem Bauen begonnen wird, und damit werden auch die ersten Zahlungen fällig.
In derart misslichen Fällen besteht die Notwendigkeit, gleichzeitig aber auch die rettende Möglichkeit einer Zwischenfinanzierung, auch Vorfinanzierung genannt. Um fällige Zahlungen leisten zu können, muss das fehlende Geld geliehen werden. Das wird von der Sache her kein Problem sein, da die Zuteilung des Bausparvertrages und damit dessen Auszahlung absehbar und gesichert ist. Der Zwischenfinancier lässt sich den zwischenfinanzierten Betrag aus dem Bausparvertrag abtreten.
Der Bauherr hingegen hat in dieser Phase Ärger, Aufwand und zusätzliche Finanzierungskosten!